Diese Arbeit steht in der Tradition des künstlerischen Widerstands und der gesellschaftlichen Reflexion, die der historische "Hartschierle" (Gregor Moosmann) im Schramberg des 19. Jahrhunderts verkörperte.
Inspiriert von unserer Theaterwanderung "Waldschrat Hartschierle - Freigeist der Moosmannshöhle", greift das Werk zentrale Themen der Freiheit des Denkens, des Glaubens und der persönlichen Überzeugung auf. Die Installation präsentiert bewusst eine Spannung zwischen traditionellen religiösen Symbolen und ihrer Umkehrung. Die kopfüber hängende "Pfaffenpuppe" und die handgeschriebene Botschaft "Der Himmel ist für ALLE da, nicht nur für die Pfaffen!" stellen fundamentale Fragen an institutionalisierte Religiosität.
Bewusst jenseits traditioneller Kunstausbildung arbeitend, setze ich künstliche Intelligenz als kollaboratives Werkzeug ein, das meine eigene Schaffenskraft zum Blühen bringt - eine Demokratisierung der Kreativität. Ich möchte allen Mut machen, ihre Kreativität auszuleben. Diese Zusammenarbeit verkörpert sowohl Hartschierles als auch Joseph Beuys' Geist: Jeder Mensch ist kreativ und eingeladen, diese Gabe zu kultivieren.
Das Werk erweitert die traditionelle Galerienbetrachtung durch zwei miteinander verwobene Elemente:
Diese Hartschierle-Figuren waren bisher nur einem kleinen Kreis bekannt. Der Automat demokratisiert den Zugang zu diesen Mutmachern und macht sie erstmals für jeden erwerbbar - unabhängig von Kunstkenntnis oder sozialer Stellung. Jeder kann sich einen persönlichen Gedankenbefreier mitnehmen.
In der Tradition von Marcel Duchamps "R. Mutt" und Joseph Beuys' sozialer Plastik stehend, durchbricht diese Arbeit die Barriere zwischen Hochkunst und Alltagsgegenstand. Der Automat wird selbst zur Skulptur, die Kunst direkt in die Hände der Menschen legt.